Schulden durch Spielsucht

Spielsucht ist eine anerkannte Suchtform, die in Deutschland laut Schätzungen 180.000 bis 250.000 Menschen betrifft, wobei Männer um die 30 am häufigsten betroffen sind. Der Teufelskreis aus Spielsucht und Schulden führt dazu, dass Glücksspieler mehr Schulden als andere Süchtige anhäufen. Dies kann bis zum vollständigen Bankrott führen. Spielsüchtige vernachlässigen ihre Beziehungen und sozialen Kontakte und versuchen, auf allen Wegen, auch illegalen, an Bargeld für ihr Verlangen zu kommen. Sobald das normale Einkommen nicht mehr ausreicht, verzocken sie Stück für Stück ihr gesamtes Eigentum und nehmen Kredite auf, leihen sich immer wieder Geld bei Verwandten und Freunden, bis ihnen irgendwann jeder potenzielle Geldgeber den Hahn zudreht.

Schulden durch Spielsucht
Schulden durch Spielsucht

Um einen Spielsüchtigen zu erkennen, müssen die Symptome der Sucht genau beobachtet werden. Dazu gehören neben dem ständigen Geldbedarf auch Unruhe und Gereiztheit, wenn der Süchtige nicht spielen kann. Die Sucht äußert sich in einem ähnlichen Verlauf wie andere Abhängigkeiten. Ständig kreisen die Gedanken des Spielers um das „Rauschmittel“. Mit zunehmender Dauer muss er immer höhere Dosen zu sich nehmen, in diesem Fall also immer mehr Zeit in Spielhallen und Casinos verbringen und immer höhere Summen an Geld einsetzen, um sich den gewünschten Kick zu verschaffen.

Neurologische Studien haben ergeben, dass Glücksspiele im Gehirn ähnliche Reaktionen hervorrufen können wie der Konsum von Suchtmitteln. Bei Gewinnen werden Dopamine freigesetzt, die das Belohnungssystem aktivieren. Über die Zeit kann dies zur Entwicklung einer Abhängigkeit von diesen Gefühlen des Glücks führen. In extremen Fällen können bei einigen Personen schon einfache Auslöser wie die Klänge von Spielautomaten oder die spezielle Beleuchtung und Atmosphäre in Casinos genügen, um diese Glücksempfindungen zu wecken.

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Schulden durch Spielsucht führen zu einem Teufelskreislauf. Rechnungen, Mahnungen, Forderungen privater Geldgeber wachsen mit der Zeit zu einem Schuldenberg an, der irgendwann nicht mehr abgetragen werden kann. Daraus entstehen psychische Belastungen und Frustrationen, die nur durch erneutes Spielen verdrängt und unterdrückt werden können. Die gesamten direkten und indirekten Folgekosten belaufen sich deutschlandweit laut Schätzungen auf hohe Millionenbeträge.

Spielsucht ist eine ernsthafte Erkrankung, die professionelle Hilfe benötigt. Es gibt viele Möglichkeiten für Spielsüchtige, um Hilfe zu bekommen. Eine Möglichkeit ist, eine ambulante Therapie bei einem Facharzt für Psychotherapie in Anspruch zu nehmen. Eine weitere Möglichkeit ist, sich an eine Beratungsstelle für Suchtkranke zu wenden. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen kann helfen.

Die Zerstörung durch Spielsucht

Wie Spielsucht alles zerstört

Spielsucht ist ein heimtückischer Feind, der schleichend die Kontrolle über dein Leben übernimmt. Anfänglich mag es wie ein harmloses Vergnügen erscheinen, aber bald wird das Glücksspiel zur Obsession. Du verlierst den Überblick über deine Finanzen, und allmählich verschwinden Ersparnisse und sogar Kreditlinien ins Leere. Die Verzweiflung wächst, und das Aufrechterhalten eines normalen Lebens wird unvorstellbar schwer.

Die Auswirkungen auf die Familie und Freunde

Deine Spielsucht bleibt nicht ohne Folgen für deine Familie und Freunde. Sie sehen, wie du dich veränderst, und müssen oft hilflos mit ansehen, wie du immer tiefer in die Schuldenfalle gerätst. Vertrauensbrüche, ständige Spannungen und enttäuschte Erwartungen zeichnen das Beziehungsgefüge deiner nächsten Angehörigen nachhaltig.

Die Belastung, die Spielsucht auf deine Familie und Freunde ausübt, ist immens. Sie leiden emotional, finanziell und sozial unter deiner Sucht. In vielen Fällen müssen sie nicht nur deine finanzielle Last mittragen, sondern auch mit der Scham und dem Stigma leben, das Spielsucht mit sich bringt. Dein Versagen in der Bekämpfung der Sucht wird zu ihrer Last, und nicht selten führen die ständigen Konflikte zu einer Zerrüttung der Beziehungen.

Charakter eines Spielsüchtigen

Die Psychologie hinter der Sucht

Hinter der Sucht steckt häufig das Bedürfnis, dem Alltag zu entfliehen und ein Gefühl der Kontrolle und Aufregung zu erleben. Möglicherweise fühlst du dich von persönlichen oder beruflichen Herausforderungen überfordert und suchst in den Glücksspielen eine Flucht. Diese kurzfristigen Hochgefühle können jedoch schnell zu einer Abwärtsspirale führen, in der du dich gefangen fühlst.

Die Verhaltensmuster eines Spielsüchtigen

Die Verhaltensmuster eines Spielsüchtigen sind oft subtil, aber deutlich. Du könntest feststellen, dass du immer mehr Zeit und Geld ins Spielen investierst und Schwierigkeiten hast, aufzuhören, selbst wenn du verlierst. Hinzu kommt eine wachsende Tendenz zur Geheimhaltung und Verleugnung, da du Ängste verspürst, Freunde und Familie könnten deine Sucht entdecken.

Weiterhin gehören zu diesen Verhaltensmustern häufig das Vernachlässigen von Verpflichtungen und Beziehungen, ständige Gedankenkreise um das nächste Spiel und die verzweifelte Suche nach Wegen, um Geld zu beschaffen. Das Spiel wird zum zentralen Lebensinhalt, während du andere Interessen und Verpflichtungen zunehmend vernachlässigst. Achtsamkeit und das Erkennen dieser Muster sind erste wichtige Schritte zur Überwindung der Spielsucht.

Finanzielle Hilfe bei Spielsucht

Wie man Schulden begleicht

Um deine Schulden loszuwerden, ist es entscheidend, einen klaren und strukturierten Plan zu erstellen. Beginne damit, eine Liste aller deiner Verbindlichkeiten zu erstellen und Prioritäten zu setzen. Überlege dir, ob du mit deinen Gläubigern über Zahlungspläne verhandeln kannst. Es ist wichtig, keine neuen Schulden zu machen und deine Ausgaben streng zu kontrollieren. Eine professionelle Schuldnerberatung kann dir dabei helfen, einen umsetzbaren Plan zu entwickeln.

Finanzielle Ressourcen für Spielsüchtige

Es gibt verschiedene finanzielle Ressourcen, die dir helfen können, dich aus der Schuldenfalle zu befreien. Viele gemeinnützige Organisationen bieten spezielle Programme für Spielsüchtige an. Diese Programme können dich nicht nur finanziell, sondern auch emotional unterstützen. So wirst du ermutigt, einen nachhaltigen Weg aus der Abhängigkeit und den damit verbundenen finanziellen Schwierigkeiten zu finden.

Diese finanziellen Ressourcen umfassen oft kostenlose Beratungen, Workshops und manchmal auch direkte finanzielle Unterstützung. Sie bieten dir einen sicheren Raum, um deine Probleme zu besprechen und Lösungen zu finden. Die erste Anlaufstelle sollte immer eine spezialisierte Beratungsstelle sein, die sich mit den Bedürfnissen von Spielsüchtigen auskennt. Hier wirst du nicht verurteilt, sondern bekommst die nötige Unterstützung, um deine finanzielle Situation langfristig zu stabilisieren.

Spielsucht Hilfe und Heilungschancen

Therapieoptionen für Spielsüchtige

Es gibt verschiedene Therapieoptionen für Menschen, die unter Spielsucht leiden. Du kannst zwischen ambulanten und stationären Behandlungen wählen, abhängig von deinem individuellen Bedarf und der Schwere deiner Sucht. Beratungsstellen bieten oft eine umfassende Unterstützung durch Gesprächstherapie, kognitive Verhaltenstherapie und manchmal auch medikamentöse Hilfe. Wichtig ist, dass du den ersten Schritt machst und Unterstützung suchst.

Die Rolle der Selbsthilfe bei der Heilung

Selbsthilfegruppen spielen eine zentrale Rolle bei der Heilung von Spielsucht. Durch den Austausch mit anderen Betroffenen bekommst du nicht nur moralische Unterstützung, sondern auch praktische Tipps zur Bewältigung deines Alltags ohne Glücksspiel. Deine Teilnahme an solchen Gruppen kann einen nachhaltigen positiven Einfluss auf deinen Heilungsprozess haben.

Die Teilnahme an Selbsthilfegruppen kann nicht nur eine wohltuende Ergänzung zu einer professionellen Therapie sein, sondern auch ein Raum, in dem du dich verstanden und unterstützt fühlst. Du wirst in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die ähnliche Erfahrungen teilen, Vertrauen und neue Perspektiven aufbauen. In diesen Gruppen lernst du, deine Rückfälle zu verstehen und Strategien zu entwickeln, um diesen erfolgreichen Weg der Heilung fortzusetzen. So stärkst du dein Durchhaltevermögen und baust neue, positive Gewohnheiten auf, die dir helfen, schuldenfrei und gesund zu bleiben.

Spielsucht bekämpfen ohne Therapie

Strategien zur Selbstkontrolle

Um deine Spielsucht ohne Therapie zu bekämpfen, benötigst du wirksame Strategien zur Selbstkontrolle. Erwäge, ein Tagebuch zu führen, in dem du deine Spielgewohnheiten festhältst und analysierst. Setze dir klare und erreichbare Ziele, um deine Spielzeiten schrittweise zu reduzieren. Plane regelmäßig alternative Aktivitäten ein, die dir Freude bereiten und dich von der Spielsucht ablenken. Indem du deine Fortschritte schriftlich festhältst und darauf aufbaust, kannst du den Weg zu einem gesünderen Lebensstil finden.

Wie man sich von Spielen fernhält

Um dich von Spielen fernzuhalten, ist es wichtig, deine Auslöser zu identifizieren und zu vermeiden. Suche nach neuen Hobbys, die deine Zeit und Aufmerksamkeit erfordern, wie Sport, Lesen oder kreative Tätigkeiten. Baue ein starkes Support-Netzwerk auf und suche Unterstützung von Freunden und Familie. Denke daran, dass Selbstdisziplin und Unterstützung unerlässlich sind, um langfristig spielsuchtfrei zu bleiben.

Es ist entscheidend, aktiv an deinem Lebensstil zu arbeiten und dich daran zu erinnern, wie schädlich die Spielsucht sein kann. Ein strukturierter Tagesablauf, der keinen Raum für Spiele lässt, kann sehr hilfreich sein. Belohne dich für kleine Erfolge und bleib geduldig mit dir selbst. Der Weg zur Genesung beginnt mit kleinen, bewussten Schritten und der Bereitschaft, daran zu arbeiten, auch wenn es schwierig wird.

Prävention und Vorbeugung von Spielsucht und Schulden

Natürlich ist es immer besser, eine Sucht gar nicht erst entstehen zu lassen. Deshalb gibt es verschiedene Maßnahmen, um einer möglichen Spielsucht vorzubeugen:

  • Setzen Sie sich ein Limit: Legen Sie vor dem Spielen eine maximale Summe fest, die Sie bereit sind, zu verlieren. Wenn Sie dieses Limit erreicht haben, hören Sie auf zu spielen.
  • Spielen Sie nicht alleine: Verabreden Sie sich mit Freunden zum Spielen. Sie können sich gegenseitig kontrollieren und bei Bedarf eingreifen.
  • Vermeiden Sie Risikospiele: Vor allem bei schnellen und risikoreichen Spielen wie Roulette oder Blackjack ist die Suchtgefahr höher.
  • Achten Sie auf Ihre Gefühle: Wenn Sie sich beim Spielen unwohl fühlen oder merken, dass Sie immer mehr Geld einsetzen, um das Glücksgefühl zu erreichen, sollten Sie aufhören.

Es ist auch wichtig, dass das Umfeld des Spielers aufmerksam ist und mögliche Anzeichen einer Spielsucht erkennt. Angehörige oder Freunde können bei Bedarf Hilfe suchen und den Betroffenen unterstützen.

Verantwortungsvolles Spielen: Eine Leitfaden für sicheres Glücksspiel

In der aufregenden Welt des Online-Glücksspiels ist es entscheidend, von Anfang an verantwortungsbewusst zu handeln. Wir möchten Ihnen einige wichtige Tipps an die Hand geben, um sicherzustellen, dass Ihr Spielerlebnis positiv bleibt und Sie nicht in unangenehme finanzielle Situationen geraten. Unten finden Sie eine hilfreiche Checkliste für verantwortungsvolles Spielen, die Ihnen auf Ihrem Weg helfen wird.

Setzen Sie klare Tages- und Monatslimits

Die Festlegung von klaren Tages- und Monatslimits ist von höchster Bedeutung. Diese Grenzen zu überschreiten, sollte niemals eine Option sein. Indem Sie diese Limits festlegen und einhalten, schützen Sie sich vor unkontrollierten Ausgaben und bewahren sich finanzielle Stabilität.

Spielen Sie innerhalb Ihrer finanziellen Möglichkeiten

Bevor Sie sich dem Glücksspiel hingeben, nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um den Betrag zu bestimmen, den Sie sich leisten können, ohne Ihr Budget zu belasten. Wenn Sie sich gerade in einer finanziell unsicheren Lage befinden, ist es ratsam, vorübergehend auf das Spielen zu verzichten. Bedenken Sie stets, dass Glücksspiel keine Lösung für Geldprobleme ist, sondern diese verschlimmern kann.

Definieren Sie klare Spielzeiten und begrenzen Sie diese

Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Glücksspiel und anderen Aktivitäten zu gewährleisten, ist es ratsam, feste Spielzeiten festzulegen und einzuhalten. Vermeiden Sie es, spontane kurze Spieleinheiten auf Ihrem Mobilgerät einzuschieben. Disziplin in Bezug auf Spielzeiten trägt dazu bei, ein gesundes Verhältnis zu bewahren.

Gemeinsam spielen, Verantwortung teilen

Das Erlebnis des Glücksspiels mit Freunden kann nicht nur unterhaltsam, sondern auch unterstützend sein. Wenn Sie gemeinsam spielen, ermutigen Sie Ihre Freunde, Sie bei der Einhaltung Ihrer Limits und Vorsätze zu unterstützen. Gegenseitige Verantwortung kann dazu beitragen, dass Sie Ihre Ziele erreichen und auf Kurs bleiben.

Vermeiden Sie Alkohol beim Spielen

Alkohol und Glücksspiel passen nicht zusammen. Der Konsum von Alkohol während des Spielens kann Ihre Risikobereitschaft steigern und somit Ihre Vorsätze gefährden. Um Ihr Spielerlebnis sicher und kontrolliert zu halten, verzichten Sie auf Alkohol vor und während des Spiels.

Akzeptieren Sie Verluste und vermeiden Sie Jagdverhalten

Verluste sind ein natürlicher Teil des Glücksspiels. Es ist wichtig, Verluste zu akzeptieren, anstatt ihnen hinterherzujagen, indem Sie versuchen, sie durch weiteres Spielen auszugleichen. Dieses Verhalten kann zu einem schädlichen Zyklus führen und zu erheblichen finanziellen Problemen führen.

Spielen Sie nur mit positiver Stimmung

Ihr emotionales Wohlbefinden spielt eine entscheidende Rolle beim Glücksspiel. Spielen Sie nur, wenn Sie sich in guter Verfassung befinden und positive Stimmung empfinden. Wenn Sie sich beim Spielen unwohl oder gestresst fühlen, ist es ratsam, sofort aufzuhören. Glücksspiel sollte eine angenehme Freizeitaktivität sein, keine Möglichkeit, Stress abzubauen.

Holen Sie sich rechtzeitig Unterstützung

Sollten Sie Bedenken bezüglich Ihres Spielverhaltens haben oder das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, zögern Sie nicht, Unterstützung zu suchen. Spielsucht-Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen stehen Ihnen zur Seite, ohne zu urteilen. Es ist ein Zeichen von Stärke, Hilfe anzunehmen, wenn Sie sie benötigen.

Der Weg zur Heilung

Spielsucht Entzug Dauer

Der Entzug von Spielsucht kann je nach Schwere der Abhängigkeit und individuellen Umständen unterschiedlich lange dauern. Im Allgemeinen kann die akute Phase des Entzugs einige Wochen dauern, gefolgt von einer längeren Phase der Stabilisierung und Therapie. Geduld und Durchhaltevermögen sind hierbei entscheidend, um dauerhaft von der Sucht loszukommen.

Wie man Rückfälle vermeidet

Rückfälle zu vermeiden erfordert eine sorgfältige Planung und die Einhaltung von festen Strukturen im Alltag. Es ist wichtig, Auslöser zu erkennen und zu vermeiden sowie stets wachsame Selbstüberwachung zu betreiben. Professionelle Unterstützung und regelmäßige Therapiesitzungen können ebenfalls helfen, stabil zu bleiben.

Ein essenzieller Aspekt, um Rückfälle zu vermeiden, ist die Schaffung eines gesunden und unterstützenden Umfelds. Du solltest dich auf Aktivitäten konzentrieren, die dir Freude bereiten und Stress abbauen. Auch soziale Unterstützung durch Selbsthilfegruppen kann von unschätzbarem Wert sein. Eine feste Tagesstruktur, in der du klare Ziele verfolgst, kann dir zudem helfen, den Fokus zu behalten und Versuchungen zu widerstehen.

Die Rolle der Angehörigen bei der Heilung

Angehörige spielen eine bedeutende Rolle im Heilungsprozess. Ihre Unterstützung und ihr Verständnis können den Betroffenen motivieren und ihm das nötige Gefühl der Sicherheit bieten. Offene Kommunikation und ein stabiles familiäres Umfeld sind dabei von zentraler Bedeutung.

Für die Angehörigen ist es wichtig, sich selbst über Spielsucht zu informieren und eigene Grenzen zu setzen, um nicht selbst zu überlastet zu werden. Gemeinsame Therapien oder Beratungen können helfen, bessere Umgangsstrategien zu entwickeln und die Kommunikation innerhalb der Familie zu stärken. Durch konsequente Unterstützung und gemeinsames Arbeiten an der Heilung können zukünftige Rückfälle verhindert werden.

Die Bedeutung des Beichtens

Das Eingeständnis der eigenen Sucht, sei es gegenüber sich selbst oder anderen, ist ein entscheidender Schritt zur Heilung. Dieses Beichten schafft Klarheit und eröffnet die Möglichkeit, Unterstützung zu suchen. Es ist der erste Schritt zur Übernahme der Verantwortung und zur Heilung.

Das Beichten der eigenen Sucht ist kein Zeichen der Schwäche, sondern eines der Stärke. Es erfordert Mut, sich seinen Problemen zu stellen und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Durch das Offenlegen deiner Sucht erhältst du die Möglichkeit, ein stabiles Unterstützungsnetzwerk aufzubauen und mit neuem Selbstvertrauen deinen Weg zur Heilung zu beschreiten.

Schulden durch Spielsucht Fazit

Schulden durch Spielsucht sind ein ernstes Problem, das viele Menschen betrifft. Die Spielsucht ist eine anerkannte Suchtform und muss professionell behandelt werden. Betroffene sollten sich nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Um einer Spielsucht vorzubeugen, ist es wichtig, präventive Maßnahmen zu ergreifen und auf mögliche Anzeichen zu achten. Das Umfeld des Betroffenen spielt dabei eine wichtige Rolle.

Letztendlich gilt: Spielen Sie verantwortungsvoll und vermeiden Sie es, in einen Teufelskreis aus Spielsucht und Schulden zu geraten.


FAQ: Spielsucht und Schulden – Was man wissen sollte

Können Spielschulden vor Gericht eingeklagt werden?

Nein, Spielschulden können nicht vor Gericht eingeklagt werden. Wenn Spiel- oder Wettschulden beglichen wurden, kann das Geld jedoch nicht zurückgefordert werden. Allerdings sollte man darauf achten, sich kein Geld für Glücksspiele von Dritten zu leihen, da dies zu einer normalen Verbindlichkeit führt, unabhängig vom Zweck des Geliehenen.

Wie kommen Spielsüchtige an Geld?

Spielsüchtige bitten häufig Familienmitglieder und Freunde um Geld oder nehmen Bankkredite auf. Es ist jedoch Vorsicht geboten, wenn man illegale Kredite von „Bekannten“ aus dem Spielerumfeld annimmt. Oft ist die genaue Schuldenlage zunächst unklar.

Sollte man einem Spielsüchtigen Geld leihen?

Es wird generell davon abgeraten, Geld zu leihen, wenn der Verdacht auf eine Glücksspielproblematik besteht. Durch das Leihen von Geld unterstützt man die Person dabei, weiterzuspielen.

Welche Folgen hat die Spielsucht?

Die Folgen einer Spielsucht können Schuld- und Schamgefühle, psychosomatische Störungen, Depressionen und Selbstmordversuche sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch sein.

Was sollte man tun, wenn man Schulden hat?

Man sollte sich umgehend an eine Schuldnerberatungsstelle wenden und gegebenenfalls eine Beratung für Glücksspielsucht in Anspruch nehmen, um die Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen.

Was bedeutet „Spielschulden sind Ehrenschulden“?

Der Satz „Spielschulden sind Ehrenschulden“ entstand, weil keine gerichtliche Eintreibung von Schulden aus privaten Glücksspielen oder Wetten möglich ist. Wenn Schulden nicht beglichen werden, verliert die Person ihre Ehre und darf oft nicht weiter an privaten Glücksspielrunden teilnehmen.

Wie denken Spielsüchtige?

Die Gedanken von spielsüchtigen Menschen kreisen den ganzen Tag um das Glücksspiel ihrer Wahl. Sie denken ständig darüber nach, wie sie an Geld kommen, um das Spielen fortzusetzen.

Warum lügen Spielsüchtige?

Spielsüchtige erfinden oft Lügen, um ihre häufige Abwesenheit von Zuhause oder der Arbeit oder ihre Geldprobleme zu erklären. Das Spielen hat eine Eigendynamik entwickelt, wodurch die Spielenden sich wie ferngesteuert fühlen und die Kontrolle verloren haben. Sie sind in einer Abhängigkeit zum Glücksspiel gefangen.

Wie viel Geld geben Spielsüchtige aus?

Etwa 5% geben zwischen 50 und 100 € pro Monat für Glücksspiele aus und weitere 4% sogar über 100 €. Bei einigen Spielern führen regelmäßige Einsätze zu hoher Verschuldung.

Kann man mit einem Spielsüchtigen zusammenleben?

Die meisten Partner eines spielsüchtigen Menschen haben gelernt, mit der Sucht zu leben. Nach einiger Zeit muss man jedoch feststellen, dass die Partnerschaft zunehmend leidet und man an die eigenen Grenzen stößt.

Wie verhalten sich Spielsüchtige?

Spielsüchtige wollen oft der Realität entfliehen und Probleme vergessen. Sie empfinden beim Spielen ein Gefühl von Macht und Kontrolle und haben oft eine falsche Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten und Gewinnchancen. Sie glauben, das Spielgeschehen kontrollieren und beherrschen zu können.

Wie geht man mit einem Spielsüchtigen um?

Die oberste Regel ist, sich selbst und die Familie zu schützen. Angehörige sind immer mit betroffen und sollten sich entlasten, indem sie mit einer Vertrauensperson sprechen. Es ist wichtig, kein Geld an den Spieler zu verleihen. Wenn nötig, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.

Sind Spielsüchtige aggressiv?

Ein Spielabhängiger kann auf Entzug gereizt, nervös oder sogar aggressiv reagieren. Oft geht die Spielsucht auch mit psychischen Störungen wie Depressionen oder Angsterkrankungen einher.

Was können Angehörige von Spielsüchtigen tun?

Angehörige sollten sich über Glücksspielsucht informieren und sich beraten lassen. Es ist wichtig, die Spielsucht als Krankheit zu betrachten und das Gespräch mit dem Betroffenen zu suchen. Kein Geld verleihen und die eigenen Finanzen schützen. Schuldnerberatungsstellen können ebenfalls helfen.

Sollte man einen Spielsüchtigen fallen lassen?

Nein, Angehörige sollten Spielsüchtige nicht fallen lassen, sondern ihnen die Konsequenzen aufzeigen. Es kann hilfreich sein, den Zugang zu gemeinsamen Geldern zu sperren und mit dem Auszug zu drohen, falls nötig. Es geht darum, die Person zu schützen und ihr dabei zu helfen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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Quelle
sos-spielsucht.ch
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